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Stuckarbeiten mit Gips


Material:
Gips ist eines der wichtigsten Bindemittel für Stuckarbeiten. Ausgangsmaterial ist normaler Gipsstein, der in ähnlichen Öfen wie der Kalk gebrannt wurde. Allerdings wurde früher dabei der um Schürkanäle eingebrachte Gipsstein meistens zu hoch gebrannt, es entstand der sogenannte totgebrannte Gips über 210 Grad Celsius. Heute wird der Gips in regelbaren Kocher- und Drehrohröfen bei 120-170 Grad Celsius hergestellt.
Herstellung:
Anders als beim Kalk wird nur das im Kristall enthaltene Wasser zu ziemlich genau Dreivierteln ausgetrieben. Es ist also keine chemische Umwandlung nötig. Der entwässerte Gips wird fein gemahlen und schließlich in Säcken verpackt. An der Baustelle oder in der Werkstatt muß er feuchtigkeitsgeschützt - nicht am Boden - gelagert werden. Die Qualität des Gipses hängt ab vom Gipsstein, vom Brand, von der Lagerung und vom Alter.

Veränderung von Gips durch Feuchtigkeitszufuhr:
Alter Gips sieht zwar noch normal pulvrig und weiß aus, verhält sich jedoch beim Anmachen anders. Beim Umrühren wird er ganz plötzlich steif, Kelle oder Spachtel backen schnell fest, der Gips ist nicht mehr zu gebrauchen. Auch nicht ganz so alter Gips kommt schneller als normal, wird aber zugleich nicht mehr richtig hart.
Begründung: Das Wesentliche am Abbinden und Hartwerden des Gipses ist, daß er mit dem Anmachwasser das entzogene Kristallwasser ergänzt und wieder kristallisiert. Wenn der Gips aber Luftfeuchtigkeit aufgenommen hat und damit Wasser in ganz kleinen Mengen, baut sich damit kein langnadeliges Kristallgitter auf, sondern es bilden sich nur kleinste, stumpfe Kristalle. Der Restgips ist nicht mehr in der Lage, das volle Kristallgefüge aufzubauen, der gesamte Verband bleibt weich.
Quelle Wikipedia

 
Stucco lustro

Stucco lustro
Unter Stucco lustro versteht man die Aufmalung der Marmorierung auf einen durchgefärbten, einfarbigen Mörtelgrund in Glättetechnik. Stucco lustro ist eine reine Kalkputztechnik, bei der auf einen guten Grundputz aus Kalk und Sand mehrere Marmorsand/Marmormehl-Sumpfkalkschichten „nass-in-nass“ (freskal) aufgeputzt werden.

Dabei wird nach oben hin immer feiner werdend gearbeitet. In die letzte Schicht wird der Grundton des Marmors mit zugegeben, anschließend wird in den feuchten Putz die Marmorierung gemalt. Abschließend wird die fertige Fläche mit venezianischer Seife eingestrichen und mit einer blanken, heißen Glättkelle abgeglättet/abgestuckt.

Nicht zu verwechseln ist Stucco lustro mit dem gipsgebundenem Kunstmarmor/Scagliola. Stucco lustro ist verhältnismäßig preisgünstig und zeichnet sich durch den hohen Glanz aus, ist aber ein oberflächliches Imitat, während Scagliola ein vollvolumigies Imitat ist.


Quelle Wikipedia

 
Scagliola


Scagliola

 Aufwendiger ist hingegen die Technik des Scagliola. Zur Herstellung wird Anhydrit mit Leimwasser (Glutinleime, z. B. Knochenleim oder Perlleim) versetzt, mit Pigmenten eingefärbt und durchgeknetet. Das Kneten kann längere Zeit erfolgen, da Anhydrit langsam abbindet und der Knochenleim das Abbinden zusätzlich verzögert. Die gefärbten Massen werden marmorartig ineinandergeknetet, verdreht und zum sogenannten Marmorbrot oder -kuchen gepresst, die man in ca. ein Zentimeter dicke Scheiben schneidet und auf die Unterlage (in der Regel Mauerwerk) aufträgt. Wenn das Anhydrit zu Gips ausgehärtet ist, wird er grob geschliffen, Fehlstellen ausgespachtelt und mit immer feiner werdenden Schleifsteinen geschliffen. Anschließend erfolgt abermaliges Ausschlämmen mit etwas dünnflüssigem Gips mit Leimwasser. Nach abermaligem Feinstschliff wird mit einem Polierstein (z.B. Achat, Hämatit) mechanisch unter Anwendung von gelindem Druck verdichtend poliert.

Stuckmarmor gab es schon in der Spätantike, jedoch fällt seine Blütezeit in den Barock. Die Herstellung von Stuckmarmor konnte teurer werden als echter Marmor. Dennoch wurde Stuckmarmor für manche Bauprojekte bevorzugt, da sich mit ihm Farb- und Musterspiele erzeugen lassen, die natürlicher Marmor nicht bietet (z.B. blauer Marmor mit ockergelben Äderungen). Zudem können beliebig große Marmorteile hergestellt werden. Ende des 19. Jahrhunderts ist Stuckmarmor aus der Mode gekommen.

Heute gibt es noch einige Restaurierungsbetriebe, die Stuckmarmor herstellen und ausbessern können. Stuckmarmor hat − neben der aufwendigen Herstellung − jedoch einige weitere Nachteile. Er ist nicht so hart wie echter Marmor (eignet sich daher z.B. nicht für stark beanspruchte Treppenbeläge) und ist nicht wetterfest, da Leim und Gips wasserlöslich sind.

Widerstandsfähigere Kunstmarmormassen lassen sich auf der Basis von Weißzement erzeugen (Terrazzo oder Kunstharz mit Marmormehl als Füllstoff).

Quelle Wikipedia

 
Rabitz


Rabitz ist die Bezeichnung für Drahtputz, welcher aus einer tragenden Unterkonstruktion aus Metall, dem Putzträger und dem Putzmörtel besteht. Das Verfahren wurde von dem Berliner Maurermeister Carl Rabitz entwickelt und 1878 zum Patent angemeldet. Rabitzarbeiten sind dem Gewerk des Stuckateurs zuzuordnen.


Vorläufer
Die Vorläufer dieser Technik sind bereits um 1840 bekannt gewesen und von verschiedenen Handwerkern von Frankreich nach Deutschland importiert worden. Die tragende Konstruktion bestand damals aber noch aus Holz, was teilweise zu starker Rissbildung aufgrund des Arbeitens des Holzes führte. Carl Rabitz entwickelte diese Technik weiter, indem er eine metallene Unterkonstruktion verwendete und damit die Rissbildung minimierte.

Konstruktionsprinzip
Die Rabitzkonstruktion besteht aus einer gerippeartigen Konstruktion von runden Stahlstangen mit einem Durchmesser von 5-8 mm, die im rechten Winkel zueinander verbaut und an den Kreuzungspunkten mit Draht fest miteinander verbunden werden. Bei Gewölbekonstruktionen oder stark ausladenden Gesimsen können und müssen stärkere Eisen verbaut werden. Bei hängenden Konstruktionen wie Decken und Gewölben sind zusätzlich Abhänger notwendig. Über diese tragende Unterkonstruktion wird der Putzträger gespannt. Hierfür finden vor allem verdrahtetes Schilfrohr, Rippenstreckmetall, Ziegeldraht und verschiedene Gewebe aus Metalldrähten Anwendung. Dieses Gewebe wird anschließend mit einem faserarmierten Mörtel ausgedrückt und mit einem Putzkamm aufgeraut. Als Fasern haben sich bis heute vor allem tierische Haare wie Kälberhaar oder Schweineborsten bewährt. Das ausgedrückte Gewebe wird normal verputzt. Als Putzmörtel kommen Kalkmörtel, Kalk-Zementmörtel, Zementmörtel und Gipsmörtel in Betracht. Üblicherweise wird Gips- oder Zementmörtel angewendet. Man spricht daher auch von Gips-und Zementrabitz.

Anwendung
Mit Rabitzkonstruktionen können Decken heruntergezogen, (Fassaden-)Gesimse vorgeblendet, Gewölbe und nichttragende Ständerwände hergestellt, die Ummantelung von Pfeilern und Stützen, die Verblendung von Installationen sowie der Bau von Lüftungskanälen ausgeführt werden. Heute wird der Rabitz häufig vom Trockenbau ersetzt, weil er gegenüber dem Trockenbau vor allem teurer in der Herstellung und viel schwerer (Flächengewichte bis 80 kg sind bei Gewölben möglich) ist. Außerdem wird durch die Herstellung mehr Feuchtigkeit in das Gebäude gebracht und die Montage sowie ein eventueller Abbruch sind sehr zeitaufwändig. Aber Rabitz hat auch Vorteile. So erfüllt er grundsätzlich hohe Brandschutzanforderungen, beispielsweise wird eine Gipsrabitzdecke grundsätzlich mit einer bauaufsichtlichen Benennung von F60A definiert. Die große Eigentragfähigkeit und die Möglichkeit der völlig freien Ausformung einer gerabitzten Fläche eröffnen auch heute noch viele Anwendungsmöglichkeiten, vor allem im innovativen Innenausbau von Gebäuden im Zusammenspiel mit Stuck. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Denkmalpflege .

Quelle Wikipedia

 
   
Schloß Belvedere Neptunsaal 4

Freitag, 08. Januar 2010
Aktuelles Projekt Chrestensenhof Erfurt
Momentan arbeiten wir an der Restaurierung der barocken Stuckdecken im Chrestensenhof in Erfurt.
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Montag, 21. Dezember 2009
Neue Internetseite Online
Wir freuen uns das heute endlich unsere neue Internetseite online gegangen ist. Viel Spaß beim Blättern.
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