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Ruine Schwedenhaus in Waldersee

ausgeführte Arbeiten:
Stuck, Putz & Farbfassung

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Ruine Schwedenhaus in Waldersee
Ruine Schwedenhaus in Waldersee 2
 
 



Warum gab es das Schwedenhaus eigentlich und wie kam es zu seinem Namen? Nun, vom Grundsatz her fügt es sich perfekt in das gedankliche Konzept von Fürst Franz ein, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Seit Anbeginn der Besiedelung von Flussniederungen an Elbe und Mulde wurde das Land immer wieder von schweren Überschwemmungen heimgesucht, teilweise mit vielen Toten und schweren Verlusten in der damals überlebenswichtigen Landwirtschaft. Um Bevölkerung, Vieh und Getreide zu schützen, wurden die Wälle an den Flussufern permanent ausgebaut und verstärkt. Selbst noch 1735 unter Fürst Leopold wurden große Wallanlagen bis hin nach Wörlitz errichtet. Das Meldesystem bei Fluten wurde in dieser Zeit perfektioniert. Es gab Verbindungen nach Dresden, wo Eilboten ungefähr 24 Stunden vor der Flut die Nachrichten flussabwärts überbrachten. Über Förster und Viehjungen wurden dann die Meldungen weiter gegeben und sofort Deichwächter aus der Bevölkerung am Wall installiert. Um Gerätschaften zur Hochwasserbekämpfung umgehend zur Verfügung zu haben, wurden Wallwachhäuser errichtet. Diese dienten den Deichwächtern auch zur Unterkunft des Nachts während der Flut. An der Elbe entlang gibt es viele wunderschöne Wallwachhäuser aus dieser Zeit, die alle einen Besuch Wert sind und in denen auch als Gast im Gartenreich übernachtet werden kann. Alle Wallwachhäuser waren nicht sehr groß, dafür umso schöner gestaltet. Das Schwedenhaus ist wahrscheinlich das Größte in der Kette der Häuser. Trotzdem betrug die Grundfläche gerade einmal 10 x 14 Meter, nicht viel größer als heutige Standardeinfamilienhäuser. Doch auf Bildern wirkt es gewaltig, fast wie ein Wasserschloss. Baumeister Hesekiel verwendete bei der Entstehung 1784 einen optischen Trick. Er gestaltete die Fenster sehr klein und setzte Ecktürme an die Seiten, die jedoch gar keine Funktion hatten. Sie waren nicht begehbar. Fürst Franz, ein Sympathisant des protestantischen Schwedenkönigs Gustav Adolf, schenkte das Haus dem schwedischen Baron von Greifenheim. Ein Relief von Gustav Adolf und vier schwedische Fahnen auf den Ecktürmen zierten das Haus und gaben ihm so seinen Namen. Das Schwedenhaus oder besser das was noch übrig ist, seht Ihr auf der Fahrt von Dessau-Waldersee nach Vockerode auf der rechten Seite der Straße. Momentan finden Sicherungsarbeiten statt und in ein paar Jahren soll es einmal wieder so aufgebaut sein, wie es Baumeister Hesekiel einst erschaffen hatte.































Quelle http://www.dessau-wörlitz.de/
 
   
Schloß Belvedere Neptunsaal 1

Freitag, 08. Januar 2010
Aktuelles Projekt Chrestensenhof Erfurt
Momentan arbeiten wir an der Restaurierung der barocken Stuckdecken im Chrestensenhof in Erfurt.
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Montag, 21. Dezember 2009
Neue Internetseite Online
Wir freuen uns das heute endlich unsere neue Internetseite online gegangen ist. Viel Spaß beim Blättern.
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